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Fräulein Schmidt und die Maske der Mona Lisa
Umfang: 139 Seiten
Verarbeitung: Taschenbuch
Der Antiquar Wichowski schätzt die Ruhe seines Ladens, den kaum jemand aufsucht. Seine Verkäuferin, Fräulein Schmidt, kann ihn nicht überreden, modernere Bücher anzubieten, um mehr Kundschaft anzulocken. Doch eines Tages fällt ein seltsamer Zettel aus einem Buch und reißt den Antiquar in ein Abenteuer, das er sich nicht hätte träumen lassen. Es führt ihn bis ans Ende der Welt, was kein Wunder ist, denn wir schreiben das Jahr 2012!
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- Wilko schreibt: 28.10.2011
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Bernd Wiese schrieb im SF-Blog:
Dieses neue Buch von Wilko Müller jr. ist ein rasanter Parforceritt durch die Theorien über das Jahr 2012 und die Prophezeiungen der Maya. Fräulein Schmidt ist Assistentin eines Antiquars und für den Verkauf der alten Bücher zuständig. Aber das ist nur Fassade, denn Fräulein Schmidt birgt ein Geheimnis und ist mindestens genauso mysteriös wie der Zettel, den der Antiquar Franz Wichowski in einem vor kurzem angekauften Buch gefunden hat. Dieses Schreiben weist auf einen Zusammenhang zwischen Leonardo da Vinci und dem Maya-Codex, der sich in der Dresdener Landesbibliothek befindet, hin.
Doch kann das überhaupt möglich sein? Wichowski beginnt nachzuforschen und völlig unbemerkt von ihm ist er plötzlich in eine Welt bedrohende Verschwörung geraten.
Ob Freimaurer oder Rosenkreuzer, Maya-Esoterik und ähnliches. Wilko Müller hat für diese Erzählung ungeheuer gut recherchiert und seine Erzählung ist mindestens genauso gut wie ein Dan Brown, spannend und informativ und unterhaltend. Ohne zu hanebüchener Action zu greifen und auszuufern.
Die Details der Erzählung verleiten dazu, selbst im Internet der einen oder anderen Theorie nachzugehen.
Das Büchlein habe ich in wenigen Stunden durchgelesen und es hat Appetit gemacht auf mehr Abenteuer mit Fräulein Schmidt.
- Wilko schreibt: 28.10.2011
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Thomas Hofmann schrieb in seinem Blog:
Manchmal ist es schön, einen Autor persönlich zu kennen, mit dem man auch ein Bierchen zusammen trinken kann und mit dem man sich regelmäßig zum SF-Stammtisch trifft. Wilko Müller jr. ist einer der Gründer und Chef des ASFC - das ist keine Geheimorganisation, sondern der ortsansässige SF-Club in Halle / Saale.
Wilko schreibt noch immer, auch wenn er zwischenzeitlich ernste Zweifel äußerte, ob das so gut sei, da er es als deutscher Autor nicht so leicht hat, seine Werke in Verlagen unterzubringen. Inzwischen arbeitet er selber in einem Verlag und betreut dort u.a. auch die SF- und andere Phantastikbücher. Dadurch ist es sicher nicht wirklich einfacher, das eigene Buch unterzubringen, aber mit der vorliegenden Erzählung hat er es gewagt, geschafft. Nach dem Lesen will ich mal behaupten: Mit Fug und Recht kann diese Erzählung ein größeres Publikum vertragen. Das kleine Buch ist ein Hit.
Der Titel des Buches provoziert zu Spekulationen. So habe ich ihn bei der Buchübergabe gefragt, ob es denn ein lustiges Buch sein. "Na ja", war die Antwort. Nun, so richtig lustig ist es nicht, dem Thema angemessen vielleicht mitunter kurios, aber es geht schließlich um nicht mehr und nicht weniger als den bevorstehenden Weltuntergang, denn wir schreiben das Jahr 2012.
Was wurde darüber nicht alles schon geschrieben! Verschwörungstheorien, Apokalyptik, die Mayas und die Außerirdischen. Wilko hat seinen Brown gelesen, hat natürlich "2012" von Emmerich gesehen, und verschweigt dies auch nicht. Für den Fan solcher Stoffe ist das Buch schon daher ein Fest, denn es gibt zahlreiche Bezüge und Erwähnungen.
Das titelgebende Fräulein Schmidt assoziierte ich während des Lesens mit dem Film "Mr. und Ms. Smith" von 2005; vielleicht ist das ja auch kein Zufall. Auf alle Fälle ist die Dame in dem Buch bei weitem nicht so harmlos und mauerblümchenhaft wie ihr Allerweltname suggeriert.
Held der Geschichte ist ein Antiquar mittleren Alters, so ein richtig schön verschrobener, etwas weltfremder, bewusst weltabgewandt denkender und lebender Mann.
Dass er zum Mittelpunkt einer quasi göttlichen, metaphysischen Verschwörung und die Antwort auf die Frage, ob die Welt nun dem Untergang geweiht sei, wird, hätte er sich nie erträumt.
Der Plot erinnert natürlich an die Referenzliteratur und -Filme; es werden alte Prophezeiungen, Schriften und Mächte bemüht. So nebenbei bekommt der Leser eine hervorragende Zusammenfassung des (nicht mehr) arkanen Wissens zum Thema Weltverschwörung, Freimaurer, Mayakalender etc., das seit "Sakrileg", "Da Vinci Code" und "2012" zur Popkultur gehört, geboten. Schon für die Recherche und Aufbereitung in einer spannenden Handlung gebührt dem Autor Dank.
Nun, mir hat die kurzweilige Lektüre Laune gemacht! Meine Empfehlung.
