Der Trümmermann

ARTIKEL 1 VON 6
Joachim Schwarze
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Umfang: 385 Seiten

Nach einem chaotischen Leben, dessen Dramatik von massivem Alkohol- und Betäubungsmittelmissbrauch bestimmt war, entscheidet sich Joachim für eine stationäre Entwöhnungsbehandlung. Immer wieder ist er tief gestürzt, immer wieder hat er sich mühsam erhoben, um seinem Dasein wenigstens den Anschein von Normalität zu geben. Doch nun fehlt die Kraft für einen Neubeginn, und der Schritt in die Suchtklinik ist zunächst nichts anderes als eine Flucht vor der Realität eines zertrümmerten Lebens. Joachim muss sich entscheiden: Für ein weiteres schmutziges Sterben oder ein sauberes Leben ohne Drogen. Die Entscheidung trifft er mit Hilfe eines Tagebuches, welches er in der Klinik schreibt. Er beginnt zu graben in einer dunklen, lange verdrängten Vergangenheit und sucht in ihr die Gründe, die ihn in die Abhängigkeit geführt haben. Dieses Buch wendet sich nicht nur an Betroffene und deren Angehörige, die noch in den Klauen der Sucht gefangen sind, und es enthält eine Botschaft der Hoffnung. "Der Trümmermann" ist ein authentisches Werk, in dem die Person des Autors nicht geschont wird. Es erhebt keinen Anspruch an literarische Finessen. Einen Anspruch aber hat es: Den an die Wahrheit.

Rezensionen und Pressestimmen zum Buch:

MDR Interview zum Buch mit Joachim Schwarze

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Werner schreibt: 22.02.2011
Das erste Fazit, wenn man den "Trümmermann" von Joachim Schwarze gelesen hat: ein unglaubliches Drama, leider von absoluter Glaubhaftigkeit und tatsächlich in den "besten Familien" vorkommend! Selten wurde eine Alkoholiker-Karriere von ihrem Beginn (etwa im 6. Lebensjahr!) bis zum (hoffentlich) guten Ende vierzig Jahre später so eindrücklich und mit solcher Offenheit geschildert. Nebenbei werden dem Normalbürger die Augen geöffnet, welche Art Kind von Erwachsenen mit Vorliebe sexuell missbraucht wird, - es ist nämlich nicht jedes x-beliebige, sondern immer hat es eine Vorgeschichte! Hier ist ein junger Mensch in seinem Selbstwertgefühl schwer beschädigt, nach dem Verlust auch des letzten Rests von Vertrauen zu den Erwachsenen seiner Umgebung kapselt er sich ab, wird jeder guten Absicht gegenüber renitent und entwickelt eine bedenkenlose selbstzerstörerische Aktivität. Und macht die Erfahrung: das schlechte Gewissen, das ihn bei dieser Art ausgeübter Selbststän-digkeit befällt, ist nach Alkohol und Drogen zuverlässig wie weggeblasen und die Welt ist in Ordnung! Ein Teufelskreis, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint. Wir erfahren darüber hinaus, wie es in der "Nationalen Volksarmee" der DDR zuging. Es muss die Hölle gewesen sein. Nochmals: unglaublich! -aber leider absolut glaubhaft!
Maik schreibt: 13.01.2011
"Der Trümmermann" ist nicht das erste Buch über oder von Suchtkranken, das ich gelesen habe, aber es ist der erste Bericht über ein Leben in Abhängigkeit, der mich wirklich erschüttert hat. Es ist die schonungslose Offenheit des Autors, die dieses Buch schlicht und ergreifend zu einem einmaligen Dokument macht, und es gewährt tiefe Einblicke in die oft schmutzigen Abgründe der Sucht, die so oft hinter mühsam aufrecht erhaltenen Fassaden versteckt werden. "Der Trümmermann" ist in meinen Augen ein echtes Buch - weil es ein ehrliches Buch ist. Ich kann es ruhigen Gewissens nur wärmstens weiterempfehlen!
Sebastian schreibt: 06.01.2011
"Der Trümmermann" ist ein lebendiges Buch, das mich von Beginn an gefesselt hat. Der Autor berichtet nicht nur schonungslos offen und selbstkritisch über seine jahrzehntelange Alkoholiker- und Drogenkarriere, sondern analysiert auch die möglichen Gründe für diese verhängnisvolle Entwicklung. Der ehrliche Umgang mit sich selbst macht den unschätzbaren Wert dieses wundervollen Buches aus, und ich bin sicher, dass es nicht nur anderen Betroffenen eine wertvolle Hilfe sein kann. Denn auch wir "normalen" Menschen können viel daraus lernen und einen Blick hinter die Fassade abhängiger Menschen werfen - und sie so vielleicht besser verstehen. Gekoppelt an das Suchtthema ist eine ungemein dramatische Lebensgeschichte, die beginnt mit Gewalt und sexuellem Missbrauch und von einem Menschen berichtet, der gut 30 Jahre gegen seine Sucht gekämpft hat - und letztendlich doch kapitulieren musste. Ich muss wirklich sagen, dass mich der "Trümmermann" tief berührt hat. Ich kann dieses Buch einfach nur weiterempfehlen.
Beate schreibt: 04.01.2011
Den Trümmermann habe ich in einer Nacht gelesen. Von Beginn an fand ich es sehr spannend und konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Der Autor beschreibt die Suche nach sich selbst so eindrucksvoll, dass es mich sehr berührt und bewegt hat. Ich sehe suchtkranke Menschen jetzt mit anderen Augen! Gut finde ich die Ehrlichkeit und den Mut zur Wahrheit, mit dem das Buch geschrieben wurde. Respekt! Also: Unbedingt lesen.
Hinkelmann schreibt: 03.01.2011
Dieses Buch habe ich mit großen Erwartungen gelesen und bin nicht enttäuscht worden. Teils erschüttert und zugleich berührt über so viel Rauslassen an Wahrheit und Einblicke in das Innere eines abhängigen Menschen und dessen Selbsterkenntnisse über Entwicklungszusammenhänge zum Thema Alkohol und Wege in die Sucht. An Ehrlichkeit und Schonungslosigkeit sich selbst gegenüber nicht zu übertreffen.
Eine sehr bewegende Lebensgeschichte, die Betroffenen und deren Angehörigen Mut machen kann. Mut machen zum Weg aus der Sucht, der nicht einfach ist und immerwährenden tagtäglichen Kampf bedeutet, aber auch nüchterne Erkenntnis und hoffnungsvolle neue Lebensentwürfe.
Und letztendlich mit dem Überwinden der Lebenskrise wieder Freude am Leben zu finden, das ist die Sinnfrage, die diese Geschichte vermitteln kann.