Haftbefehl 02.11.1973

Manfred Kriegel

Umfang: 285 Seiten
Verarbeitung: Hardcover

Mit 15 versuchte der Autor zum ersten Mal über die Ostsee der DDR zu entfliehen. Später reiste er mit Freunden nach Bulgarien und hegte den Plan, sich über Jugoslawien abzusetzen. Daraus wurde nichts und die Liebe verhinderte vorerst weitere Versuche. 1972 versuchte er es dann mit einem Freifahrtschein der Reichsbahn über die CSSR. Als er ein Jahr später in Gerstungen direkt an der Grenze arbeitete, klappte es wieder nicht. 1973 machte er erneut einen Fluchtversuch über die CSSR, wurde auf dem Todesstreifen erwischt, im Zuchthaus Brno-Bohunice für 3 Wochen eingesperrt und danach in die DDR ausgewiesen. Hier begann eine Odyssee durch die Gefängnisse in Dresden, Leipzig, Halle und Brandenburg. Ende 1974 wurde er in die BRD ausgewiesen.
Was diesen Mann motivierte und was er erlebte, hat er niedergeschrieben. Das Schicksal eines Menschen, den die Mauer nicht halten konnte.

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Christine schreibt: 14.07.2011
Es handelt sich um die Geschichte eines Jugendlichen bzw. eines jungen Mannes, der in der DDR aufwächst und ein normales Leben führt.
Einfluss auf sein Leben und seine politischen Einsichten hat die große Schwester, die in der BRD lebt und nur ab und an zu Besuch in die DDR zu ihrer Familie kommt. Insbesondere sind es die wesentlich besseren materiellen Verhältnisse (Konsum), die den jungen Mann zu der Überzeugung kommen lassen, dass man in der BRD ein besseres Leben führen kann, als in der DDR. Aus dieser Überzeugung entwickelt sich der Wunsch die DDR zu verlassen. Dies ist nur durch Flucht über die Grenze der DDR möglich, was als Straftat angesehen wird.

Diese Buch ist für alle Leser interessant, die gern mehr darüber wissen möchten, wie die Stasi in den Gefängnissen der DDR mit Andersdenkenden umgegangen ist.
Das Buch liest sich gut und man möchte am Schluss gleich die angekündigte Fortsetzung, über das Leben des Autors nach der Wende in der BRD, lesen.