Der absolute Nullpunkt

Frank Pobell

Umfang: 232 Seiten
Verarbeitung: Hardcover

Als Physiker besuchte der Autor 1966 bis 2009 viele bedeutende Orte in unterschiedlichsten Ländern Asiens, Amerikas und Europas zu Vorträgen, zu Konferenzteilnahmen und zu längeren Forschungsaufenthalten. Beschreibungen dieser Orte und Länder sowie beglückende und beeindruckende, aber auch ernüchternde Erlebnisse und Begegnungen stehen im Mittelpunkt seines Buches.
Der große Vorteil dieser Reisen bestand darin, dass der Autor nicht als Tourist, sondern als Kollege und oftmals als Freund empfangen wurde. Dadurch konnte er sich an Orten aufhalten, zu denen Ausländer in der Regel den Weg nicht finden und er hatte Erlebnisse, die man als Tourist nicht hat. Bei Einladungen in die Wohnungen und in landestypische, meist nur von Einheimischen aufgesuchte Restaurants konnte die Sicht der Kollegen und Freunde persönlich und ungeschminkt erfahren werden.
Die privaten Begegnungen mit Menschen anderer Länder sind das Entscheidende, um die Kultur, die Schönheiten und die Probleme dieser Länder sowie das Empfinden und Denken ihrer Einwohner zu erfahren.

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Sonja schreibt: 09.08.2011
Dies ist ein außergewöhnliches Buch, das über ein übliches Reisebuch - wie es der Untertitel suggeriert - weit hinaus geht. Das Buch fesselt durch die Schilderungen ungewöhnlicher Erlebnisse und Begegnungen, die der Autor in vielen Ländern Asiens, Amerikas und Europas bei seinen über Jahrzehnte verteilte Reisen hatte. Da er die Reisen meist als von Berufskollegen Eingeladener und Begleiteter durchführen konnte, gelingt ihm vielfach "der Blick hinter die Kulissen". Beeindruckend z.B. seine Erfahrungen in der Sowjetunion oder später in Russland, ergänzt durch Episoden, wie die aus dem Leben des berühmten Physikers Kapitza, der von Stalin verbannt aber doch von ihm beschütz wurde oder aus dem heutigen gefährlichen Leben manch neureicher Russen. Aber auch die Charakteristika, Schönheiten und Problemen der USA (wo der Autor zwei Jahre lang gelebt hat), von Mexiko und Brasilien, von China, Vietnam, Indien und Japan oder vieler Länder Europas werden dem Leser über die Erfahrungen, Eindrücke und Erlebnisse des Autors nahe gebracht. Jeder an fremden Ländern Interessierte sollte dieses Buch lesen.
Bücherwurm schreibt: 28.02.2011
Schon lange hat mich ein Reisebuch nicht mehr so gefesselt! - Der Autor benutzt als Physiker seine meist mehrwöchigen, beruflichen Reisen in viele Länder Asiens, Amerikas und Europas in den Jahren 1966 bis 2009, um die besuchten, sehr unterschiedlichen Länder näher kennen zu lernen. Durch Hinweise zur Geschichte, die Erwähnung bedeutender Bauwerke, die Erläuterung besonderer Naturschönheiten, aber vor allem durch seine persönlichen Begegnungen und Erlebnisse nimmt der Autor den Leser mit auf diese Reisen. Die Reisen sind ungewöhnlich, da der Autor sie nicht als Tourist, sondern meist als von einheimischen Physikern und Institutionen zu Vorträgen oder Forschungsaufenthalten eingeladener Gast durchgeführt hat. Dies erlaubt ihm ungewöhnliche Erlebnisse und Begegnungen und einen wesentlich tieferen Einblick als es für einen Touristen möglich ist. Besonders interessant die Kapitel über die Sowjetunion zur Zeit des tiefsten Kalten Krieges und über das Nachwende-Russland. Aber auch die Schilderung vieler Erlebnisse in den USA, in Mexiko, Brasilien, Israel, Libanon, Japan, Indien, China, Vietnam und in vielen europäischen Ländern faszinieren. Bei den Ländern, die der Autor mehrfach bereist hat, wird die positiven und die negativen Entwicklungen hingewiesen. Die Kapitel zu einigen Ländern schließen mit kritischen Anmerkungen zu Politik und sozialen Problemen. Ein ungewöhnliches Buch.