Zwischen Mauer und Stacheldraht

Raimar Richard

Umfang: 298 Seiten
Verarbeitung: Hardcover

In den Jahren 1983–1986 leistete Raimar Richard seinen Wehrdienst bei den Grenztruppen der DDR ab. Aus dieser Zeit blieben 175 Briefe an seine Eltern erhalten. Der Hauptteil des Buches stellt thematisch strukturierte Auszüge aus einer Mehrzahl jener Schreiben vor. Die Zitate werden anmoderiert, interpretiert und durch erzählenden Text verknüpft. Mit bewegender Authentizität wird das damalige System und das Leben der Grenzsoldaten aus der Perspektive des Alltäglichen gezeichnet. Die Banalität des Grauens wird in all seinen Fassetten fassbar. Das Gesamtwerk rundet sich durch einen kürzeren Teil ab. Zum einen reflektiert der Autor hier insbesondere auf die Todesschüsse an der Grenze. Dabei begibt er sich auf seine ganz persönliche Suche nach Wahrheit. Zum anderen beleuchtet eine kleinere Dokumentation historische Hintergründe, die zum Aufbau des Grenzregimes führten.

Tragische Stunden und Wochen folgen, unbegreiflich für uns alle. Was war geschehen? Wer trägt die Schuld? Fragen über Fragen, die auf ihre Beantwortung warten. Ein Rechtsanwalt wird eingeschaltet, die Unterlagen aus dem Klinikum angefordert und es beginnt ein zäher Kampf um Gerechtigkeit – und ein langer Weg des Trauerns.

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