Eine Kindheit im Kriege

Ernst Ludwig Bock

Umfang: 72 Seiten
Verarbeitung: Paperback

Erst Ludwig Bock, Jahrgang 1933, erzählt über die Jahre 1938 bis 1945 in Halle, erzählt über seine Kindheit im Kriege.

Verglichen mit Magdeburg, Dessau, Merseburg, Leipzig und anderen mitteldeutschen Städten ist Halle vergleichsweise vom Krieg verschont geblieben. Trotzdem gab es Bombenopfer und die Nächte mussten oft in den Luftschutzkellern verbracht werden.

Der Krieg war allgegenwärtig: In den Gesprächen der Erwachsenen, in den Spielen der Kinder. Kindheitsjahre, in denen alles anders als "normal" war. Ernst Ludwig Bock erweist sich als disziplinierter Erzähler, indem er konsequent nur das berichtet, was er erlebet hat. Für das Kind Ernst Ludwig war der Wettiner Platz in Halle der erlebte Kriegsschauplatz. Indem der Autor sich auf die eigenen Erlebnisse beschränkt, diese aber mit Hingabe beschreibt, wird das Erzählte doppelt glaubwürdig. Abstraktes Wissen über den 2. Weltkrieg, Schlagworte wie "Ostfront", "Kessel von Stalingrad", "Landung der Alliierten" werden so für den Leser ergänzt durch den Alltag eines Kindes im Kriege, der nicht spektakulär ist, aber vielleicht gerade deshalb berührt.

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