Reinhardt O. Hahn Schriftsteller Verleger Herausgeber
Reinhardt O. Hahn     Schriftsteller     Verleger    Herausgeber   

Der Projekte Verlag Hahn

 

Ist ein digitales Imprint meiner Tätigkeit als Lektor, Verleger, Herausgeber und Schriftsteller. Fast vier Jahrzehnte Literatur und die Kenntnisse über all die Bereiche, die zur Schöpfung, Wirksamkeit und Veröffentlichung eines Buches führen, darf ich Ihnen hier erzählen. Neben der www.projekte-verlag.de, die Sie aufgerufen haben, präsentiere ich Ihnen eine WEB Seite für gedankliche Vorstellungen, ebenso einen umfangreichen Shop für das Erwerben oder auch Herstellen eines belletristischen Buches

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Mein erstes, richtiges Buch. Erzählt aus dem "Ich-Erzähl-Winkel", also aus der ersten Person heraus, bringt diese Person (der Held, hätte man früher gesagt, heute nennt man ihn den Protagonisten) durch die Dichte und Nähe eindrucksvoll das innere Erleben der Abhängigkeit zum Ausdruck.

Das Buch ließ sich damals nur als Bericht eines Betroffenen anbieten und verkaufen, denn es konnte nicht sein, was nicht sein durfte. Sucht war Laster und Laster war ein Überbleibsel einer kapitalistischen Gesellschaft, die als "überwunden" galt und keine Erkrankung. Also ein bedauernswertes Einzelschicksal dass mit dem Nachwort einer Psychaterin versehen werden musste. Eine Ausnahme.

Die Reaktion der Leser war krass und zugleich entgegenkommend. Mit diesem Buch habe ich fast 2.000 Lesungen vor mehr als 80.000 Menschen durchgeführt. Es wurde ein heimlicher Bestseller und im "Ich-Erzähler" konnten sich die Menschen erkennen, nicht nur die Alkoholabhängigen und Co-Alkoholiker, sondern auch Menchen aus allen denkbaren Lebensbereichen. 10.000 Exemplare wurden in den Bibliotheken ausgeliehen. Bis zu 200 - 300 mal. Sie wurden verborgt, verliehen und zerlesen und andere, gekaufte Exemplare stehen heute noch in vielen privaten Büchersammlungen und Bibliotheken. Die Auflage insgesamt war über eine Viertelmillion.

Die Wirkung war einzigartig, der erste Roman über Alkoholismus im Osten Deutschlands, mein erster und größter Erfolg nach dem Literaturstudium in Leipzig und die Grundlage auch für meine Entscheidung, schon mehr als drei Jahrzehnte nüchtern im Verstand zu leben.

Hier ein kleiner Auszug:

 

"Das letzte erste Glas"

 

Auf der Straße rufen sie ihm "versoffenes Schwein" hinterher, der Betrieb will ihm kündigen, nun steht er am Grab seines Leidensgefährten und einzigen Freundes: er hat sich das Leben genommen. Und was bleibt ihm? Michael Naumann ist Alkoholiker. Erst Mitte Dreißig, ist er in der Gefahr, sein Leben unwiderruflich zu ruinieren. Immer wieder kam es zum ersten Glas - zum immer erneuten Absturz in die Scheinwelt der Betäubung. Der Tod des Freundes erzwingt den Höhepunkt seiner Krise. In nur wenigen Tagen durchlebt er, der schon so vieles halbherzig versucht hat, einen verzweifelten Kampf um seine Existenz. Die Alternativen sind brutal. An der Grenze seiner Kräfte schließlich erfährt er Hilfe, Unterstützung auf dem mühsamen Weg, sich vom Alkohol zu lösen. Mit minutiöser Genauigkeit schildert der Erzähler Zustände und Zwänge im Verlauf seiner Krankheit. Aber auch die "Szene" kommt ins Bild und was für ihn die andere, heilere Seite der Welt bedeutet. Entstanden ist ein Buch von großer Offenheit, das um Verständnis wirbt und schließlich denen Mut vermitteln will, die vom Alkoholismus betroffen sind.

"Halbiert"

Eine Sammlung von Beobachtungen und Miniaturen, die ich neben meinem Beruf als Verleger geschrieben hat. Wie sagte ich immer, mein Verstand denke rechts, die letzten 25 Jahre haben mir keine Wahl gelassen. Mein Herz schlägt links, ich komme von der Biografie meiner Sozialisierung im früheren Osten Deutschlands nicht frei.

Jetzt, in einer Gesellschaft, die nur in finanziellen Wertkategorien denkt und fühlt und die oft Solidarität als Ausrede und närrische Selbsttäuschung nutzt, um sich für sittliche und geistige "Unordnung"  entschuldigen zu können, sehne ich mich danach, poetische Ideale zu schaffen, die den Menschen in dieser Zeit helfen, mehr darüber zu wissen und erkunden zu können, wie sie vielleicht leben sollten.

Die Führungseliten der Bundesrepublik Deutschland sind bis auf wenige Persönlichkeiten meine historische Enttäuschung geworden. Meine Texte sind scharf und bitter und sie legen beißend den Alltag frei, der fein von den Medien gesponnen wird.

Die Medien sind der Feind der Medien geworden, steht in diesem Buch. Sie verflachen und verwahrlosen die Gesellschaft, indem sie oft nur vagen Entwürfen und Vermeintlichkeiten nachfragen.

Besonders der investigative Journalismus träg die Schuld an diesem sittlichen Verfall, der solide Werte und konkretes Verhalten wenig achtet. Politiker, deren Anmaßung, Selbstüberschätzung und Achtlosigkeit  über dem Volk steht, übertreffen sich nur noch in den Ängsten darin, Fehler zu machen, durch die sie Einfluß, Macht und vor allem ihr Einkommen verlieren könnten. Eine Republik bestehend aus seelischer Angst und Rollenspielerei, die wollte ich nicht. Es ist vor allem die eine Angst, die ständig daran denken läßt, die finanzielle Sicherheit verlieren zu können.

"Ausgedient - Ein Stasimajor erzählt" war eine einmalige Chance. 1989 hatte ich den Mut, auf "Angestellte" der Staatsicherheit zuzugehen und sie zu fragen, was sie denn wirklich gemacht hätten und warum keiner dieser Leute Stellung zu den Beschuldigungen bezog. Alles hüllte sich in Schweigen, es wurde die ANS gegründet (Amt für Nationale Sicherheit). Ich erhielt konspirativ Notizen und man war vorsichtig, denn eine Veröffentlichung der Tätigkeit der Stasi galt nicht nur unter den Offizieren dieses Dienstes als Geheimnisverrat.

Aus den Notizen arbeitete ich mir aus den Fakten eine Novelle heraus. Mein Vorbild war Viktor Klemperer mit LTI. Ich kannte die Sprache der Funktionäre, ich war bis 1976 Mitglied der SED. Dieser Titel wird wohl die einzige Erzählung über das MfS und deren Tätigkeit in einer strengen literarischen Fassung bleiben. Alles was danach erschien, war berichtend und beschreibend aufgelegt. Nur zwei Filmwerke schafften diese aufklärende Nähe zu diesen Leuten im System der Unterdrückung in der DDR. Eine 30.000 Auflage erschien und war in wenigen Wochen verkauft. Als die Deutsche Mark 1990 kam war das Interesse an Literatur aus der DDR schlagartig erloschen. Die leser kauften Simmel. Konsalik, 1000 Steuertipps und natürlich Autoatlanten für die zu planenden Reisen durch Westeuropa mit den "neuen" Gebrauchtwagen.

Fast merkwürdig war es, als das Buch in Frankreich und Italienen "wieder-entdeckt" wurde.

 

 

Das Buch "Ausgedient - Ein Stasimajor erzählt" wurde auf der Berlinale im Februar 2002 unter dem Titel "Aus Liebe zum Volk"

erstmals dem Publikum vorgestellt. Gauck, Diekmann und die Dramaturgin und voranschreitend der Regisseur, der Israeli Eyal Sivan, der schon mit der Eichmann-Dokumentation "Ein Spezialist" für Furore sorgte, stellten mit mir den Film vor. Die zentrale autarke Figur wurde von Axel Prahl gesprochen.

Mir gelang erstmals eine künstlerische Aufarbeitung der Staatssicherheit in der DDR in Form einer Novelle. Dieses Buch entfaltet erst heute seine Kraft durch die genaue Beobachtung der Sprache der Funktionäre in der ehemaligen DDR. Im Film wurde der Text authentisch übernommen.

 

Ich nahm nur knapp 30 Seiten Notizen (Fakten über die Struktur, die ich nicht kannte des Stasimajors auf und schrieb diese Erzählung (Novelle) über den Zusammenbruch dieser Organisation im Jahre 1989 / 90. Der Stasioffizier verklagte mich (den Autor) und er erhielt danach vom Landgericht 37,5% des Eröses an diesem Titelertrag zugesprochen.

Das Buch "Ausgedient- ein Stasimajor erzählt" wurde dem Filmtitel "Aus Liebe zum Volk" angeglichen. "Protagonist", also der Erzähler im Film, wurde Axel Prahl.  Das Buch erschien auch im Französischen unter dem Titel "Pour l'amour du peuple". Es wurde auch in Italienische übersetzt und wurde in Fortsetzungen in einer Tageszeitung in Sardienen abgedruckt - warum auch immer. Ich kann nur sagen, Bücher gehen merkwürdige Wege.

"Es war einmal ein Trinker"

 

ist eine Arbeit, die fern vom Lärm in der Feldberger Seenlandschaft entstanden ist. Dr. Manfred Lichtblau, mein Freund, war in einer von der Diakonie geführten Klinik beschäftigt.

Er übte das aus, was man Hilfe zur Selbsthilfe nannte. Als das Buch enststand, war er fünfzehn Jahre trocken.

In diesen Buch sind die wohl besten Geschichten und Erzählungen von Betroffenen versammelt, vom Pilot zum Polizist, vom Arzt zum Tierzüchter. Sie geben ihre Erfahrungen freimütig und sehr gut selbst beobachtet weiter.

 

"Das erste Glas"

 

Ein Buch, mit wundervollen Grafiken ausgestattet, erzählt reichlich bebildert den Totentanz, den der Suchtkranke führt, wie er versucht, dem Schicksal zu entrinnen, immer in der Hoffnung, es vielleicht doch noch zu schaffen, zu trinken und sich selbst zu belügen, er sei kein Trinker. Es ist die Urfassung, die ich nach dem Beginn meiner Abstinenz lustvoll und angetrieben 1984 geschrieben habe. Man sagt über dieses Buch, das übrigens auch von großer Schönheit ist, es wäre das Beste und zugleich auch Fürchterlichste, was man über Sucht zu sagen hätte.

 

"Eher wird ein Stein weinen, als dass ein Mensch Erbarmen mit sich selbst aufbringt"

 

1990 sieht der Verfasser nach 28 Jahren seine Mutter wieder, von der er vor dem Bau der Mauer 1961 getrennt wurde. Die Mutter übergibt ihm eine Chronik, die Hahns Großvater, ein Dorfschullehrer, 1933 verfasst hat. Der Lehrer Albert Hahn, ein Nationalist, opferte seine Frau und seine Ehre für die Nationalsozialisten, von denen er glaubt, sie würden ein neues Deutschlands einleiten. Der Hass machte ihn erbarmungslos und unmenschlich. Daran zerbrach und starb er. Der Verfasser und Leser der Chronik erkennt betroffen den Zusammenhang zwischen Faschismus, Krieg und der späteren Teilung Deutschlands, die tief in der deutschen Geschichte ihre Wurzeln hat.

Das Jahrbuch Ostprignitz - Ruppin 2016

Der große Empfang in Wusterhausen an der Dosse
Das Gestüt gehöre zu dem Besten, was das Land an Tradition hätte. Seit mehr als 200 Jahren züchteten die Betreiber Hengste und Stuten, die sich sehen lassen könnten. Seine Durchlaucht, der Feldmarschall Blücher von Wahlstatt, habe hier die Pferde gewechselt. Da gebe es eine schöne Geschichte zu erzählen, sprach Herr Theo:
Blücher sei nach dem Ende der Napoleonischen Kriege von Hamburg nach Berlin unterwegs gewesen. Das habe sich bis nach Wusterhausen an der Dosse herumgesprochen. Menschen kamen und riefen, sie hätten dem Vater Blücher auf dem Schlachtfeld von Waterloo beigestanden, den französischen Kaiser aufs Haupt zu schlagen. Die mit Eichenlaub und Farben geschmückten Wagen in der Stadt, jeder mit einer besonderen Inschrift versehen, zählten die Heldentaten des Fürsten auf.
Jungfern seien mit den Vätern unterwegs. Weiß gekleidet und mit grüner Schärpe versehen, um mit anderen Mädchen der Stadt dem Feldmarschall einen wohlgefälligen, ehrenvollen Anblick beim Eintreffen zu gewähren. Die Menge wogte und drückte und schob die Männer zum Kyritzer Tor.
Beiderseits der Straße standen die hübschen Mädchen. Sie hielten Girlanden in den Händen und trugen auf den Häuptern aus Eichenlaub gewundene Kränze. Auf feinen Händen lagen Atlaskissen. Darauf stand geschrieben:
Seiner Durchlaucht dem Fürsten Blücher von Wahlstatt gewidmet aus innigster Ehrfurcht und Dankbarkeit von der Stadt Wusterhausen a. d. Dosse.
Man zählte 84 Jungfern, die das Ehrenspalier zu Wusterhausen bildeten. Die Glocken läuteten. Zum Empfang standen alle Magistratspersonen, Bezirksvorsteher, Stadtverordnete, Honoratioren und andere Bürger in schwarzer Kleidung, die sich sehr vorteilhaft von dem Grün und Weiß der Jungfern abhob. Alle riefen: Heil dem Vaterlandserretter und Gott erhalte uns ihn!
Seine Durchlaucht, der Feldmarschall Fürst Blücher von Wahlstatt erwiderte: So sei auch er der Dolmetscher seiner Wünsche für das Wohl der Stadt, möge sie die Segnungen des Friedens genießen!
Ein großes Vivat erscholl, die Kutsche setzte sich wieder in Bewegung, von einem edlen Gespann über den Markt gezogen. Die jungen Mädchen gaben dem Feldmarschall am Königsplatz bis vor das Wildberger Tor das Geleit. Unterwegs wurde ein donnerndes Vivat gerufen. Die fröhlichen jungen Mädchen, die dem General huldigten, beachtete dieser nicht.
„Vielleicht ist das der Grund dafür, später in Wusterhausen an der Dosse ein Wegemuseum zu eröffnen. An die Jungfern vorbei zu den Pferden. Schade, wir werden das nicht näher mit Worten beleuchten können...“ kommentierte ich Herrn Theos Ausführungen und gab zu bedenken,

„Heute werden die Politik und die Landesfürsten nicht mehr so  begeistert gefeiert. Jungfrauen in weißen Kleidern mit grüner Schärpe, die für Politiker Spalier stehen und in Hochrufe ausbrechen, findet man auch in größeren Städten nicht mehr.“
 

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Reinhardt Cornelius-Hahn

 

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